Saisonvorschau KSG Kirchberg-Haardtkopf

Saisonvorschau 2026/27

Der TuS Kirchberg ist zurück aus der Sommerpause und blickt auf eine Spielzeit unter neuen Voraussetzungen. Künftig laufen Kirchbergs Kegler unter gemeinsamer Flagge mit dem KSV Haardtkopf Morbach unter dem Namen KSG Kirchberg-Haardtkopf auf. Mit neuem Logo, neuem Namen, aber mit altbewährtem Personal, soll nun ein weiteres Kapitel in der Bundesliga-Geschichte der Kirchberger geschrieben werden.Das große Abenteuer Bundesliga wurde nach einer schwierigen regulären Saison mit einem unglaublichen Finale noch zum Happy End – Kirchberg sicherte sich in atemberaubender Manier den Klassenerhalt und darf nun voller Vorfreude auf die nächste Spielzeit im Oberhaus blicken.

Die neue Kegelsportgemeinschaft Kirchberg-Haardtkopf
Was in der vergangenen Saison seinen Anfang nahm, setzt sich in dieser Spielzeit auch auf dem Papier fort: Der Zusammenschluss vom TuS Kirchberg und dem KSV Haardtkopf Morbach wurde nun auch hochoffiziell vollzogen. Das bedeutet, dass die neue Kegelsportgemeinschaft in dieser Spielzeit sogar mit vier Mannschaften an den Start gehen wird. Damit versucht man dem Trend des Kegelsports ein wenig entgegenzuwirken und die sportliche Relevanz des Sportkegelns in der Region Nahe/Hunsrück zu erhalten. Durch den Zusammenschluss finden ein paar inaktive Kegler wieder den Weg auf die Kegelsportanlagen in Kirchberg und Morbach – bleibt zu hoffen, dass der TuS und der KSV über die Saison hinweg stets genügend Sportler zur Verfügung haben.
Am Konzept des Zusammenschlusses hat sich derweil wenig verändert: Alle Sportler vom KSV und dem TuS sind spielberechtigt für alle vier Mannschaften. Die erste Mannschaft verbleibt mit der Bundesliga im Kirchberger Hof. Die zweite Mannschaft tritt nach dem Aufstieg in die Rheinland-Pfalz Liga wieder in der Baldenauhalle in Morbach an. Auch die dritte Mannschaft greift in Morbach zur Kugel, während die vierte Mannschaft ihr Zuhause im Kirchberger Hof vorfindet.
Nun bietet die KSG einen genügend großen Spielerstamm, mit dem sich eine Saison mit vier Mannschaften bequem stemmen lässt – doch das darf auch noch nicht das Ende sein, denn der Kegelsport kämpft weiter mit dem Nachwuchsproblem. In Kirchberg und auch Morbach erhofft man sich vom Zusammenschluss nun eine Art Aufbruch, mit dem Ziel weitere neue Mitglieder zu gewinnen und alte Kegelsportler wieder an die Kugel zu bringen.

Sportliche Situation beim TuS Kirchberg
Kirchberg wird auch in der neuen Spielzeit auf die gewohnten Spieler setzen. Neuzugänge für die erste Mannschaft bleiben aus. Doch die aktiven Kegler waren in der Sommerpause fleißig und haben viele Trainingskugeln absolviert. Doch nun ist die Frage, wie die Hunsrücker die Form auf die Bahn bringen, wenn es um Punkte geht. Mannschaftsführer Matthias Bender setzt dabei auf folgende Spieler: Ferdinand Fuchss, Markus Adams, Falko Stockter, Andreas Martin, Torsten Klingels, Marco Thees und Lukas Martin. Auf dem Nachwuchsspieler ruhen einige Kirchberger Hoffnungen, Thees steht nach verletzungsbedingter Pause auch wieder zur Verfügung. Kirchberg stand in den Zweitliga-Jahren immer für eine gewisse Heimstärke, diese muss man im Kirchberger Hof wiederfinden, um im Oberhaus zu bestehen. Die Trauben im Kirchberger Hof müssen in jedem Heimspiel so hoch wie möglich hängen, wenn die Kegelprominenz ihr Stelldichein im Hunsrück gibt. Wo man steht, wird sich spätestens am 2. Spieltag zeigen, wenn die starke SK Eifelland Gilzem nach Kirchberg reist.

1. Bundesliga
Die erste Bundesliga hat wenig an ihrer Strahlkraft eingebüßt. Noch immer wartet die geballte Klasse an Deutschlands Top-Keglern auf die Hunsrücker. Der amtierende Deutsche Meister aus Heiligenhaus ist direkt Kirchbergs erster Auswärtsgegner. Bei den „Red Lions“ gab es in der Sommerpause jedoch eine faustdicke Überraschung. Ausnahmekönner André Laukmann verließ nach acht Jahren den Verein und kegelt zukünftig für den CfK GW 65 Rösrath in der 2. Bundesliga Nord. Ohne den vielfachen Weltmeister entsteht in Heiligenhaus zunächst eine sportliche Lücke, die sich nicht sofort adäquat ausfüllen lässt. Doch die Jugend steht bereit und auch der übriggebliebene Kader weist eine Heimstärke auf, die sich gewaschen hat. Für Kirchberg wird die Hürde in Heiligenhaus auch ohne das fehlende Aushängeschild Laukmann hoch sein. Wie immer ist mit den Kegelfreunden Oberthal zu rechnen, auch die Nachbarschaft hat sich namhaft verstärkt: Der KSC Hüttersdorf konnte sich die Dienste von Kai Knobel sichern, dazu stößt ein junges aufstrebendes Talent in den Kader rund um Robin Schrecklinger. Die etablierten Teams aus Gilzem und Düsseldorf werden wie immer ein Wörtchen im Titelkampf mitreden wollen. Auch Kamp-Lintfort und Münstermaifeld haben sich in der 1. Bundesliga absolut etabliert. Bleiben noch die Neulinge vom KC 88 Wettenberg und die Rückkehrer der TG Herford, die das Feld in der ersten Liga komplettieren. Während die Hessen mit zahlreichen Talenten ins Haifischbecken Bundesliga schwimmen, sind die Ostwestfalen aus Herford erfahrene Bundesligisten, die nach einjähriger Abstinenz zurückkehren ins Oberhaus.
Zielsetzung: Für den TuS Kirchberg bleibt auch im zweiten Jahr die klare Zielsetzung der Klassenerhalt. Nach der schwachen regulären Runde in der Vorsaison wird es vor allem darauf ankommen, nicht zu früh tief in den Tabellenkeller zu rutschen. Im ersten Bundesliga-Jahr konnte man die ein oder andere wertvolle Erfahrung mitnehmen, in den Playoffs dann auch diese neuen Erkenntnisse in Erfolgserlebnisse ummünzen. Das zweite Jahr wird wahrscheinlich noch schwieriger, doch dürfen die Hunsrücker auch mit etwas breiterer Brust auftreten. Doch dafür muss der Kirchberger Hof in erster Linie wieder die Festung werden, die er lange Zeit war. Auch Auswärtspunkte müssen für Kirchberg mehr als nur eine Traumvorstellung werden, denn dort waren die Kirchberger zumeist zahnlos unterwegs oder zur falschen Zeit am falschen Ort.

Rheinland-Pfalz Liga
Die zweite Mannschaft erarbeitete sich in der abgelaufenen Spielzeit verdient den Aufstieg in die Landesliga. Dort würde man gerne verbleiben, doch die Konkurrenz ist stark. Wichtig werden auch hier die Heimsiege – in der Fremde wird man sicherlich immer mal wieder was Zählbares mitnehmen können. Einen klaren Favoriten auf den Bundesliga-Aufstieg kann man aktuell schwer ausmachen. Die KSG Osburg-Riol ist gleich mit zwei Teams vertreten, Idar-Oberstein 1 wird den Verlust von Knobel nur schwer kompensieren können. Die SG Mittelrhein-Lonnig ist ebenfalls sehr etabliert, wie auch die Reserve vom SK Münstermaifeld. Komplettiert wird die Rheinland-Pfalz Liga vom SKC Urmersbach, der SG Isenburg/Dierdorf, dem KSC Daun-Weiersbach 2 und den KF Moseltal Wincheringen.

Regionalliga Nahe/Hunsrück
Die dritte und vierte Mannschaft tritt in der Regionalliga an. Auch in dieser Saison wird die Liga aus zwei Mannschaften vom ESV Bingen, sowie zwei Mannschaften aus Bergen und der Zweitvertretung aus Idar-Oberstein bestehen.

Ausblick
Die erste Mannschaft startet am Samstag, den 29.08.2026 bei den „Heljens Red Lions“. Ein Punktgewinn wäre eine faustdicke Überraschung – doch Überraschungen können die Hunsrücker, das hat die Abstiegsrunde eindrucksvoll bewiesen. Trotzdem muss man realistisch bleiben – im Normalfall ist für Kirchberg nichts zu holen in Heiligenhaus. Aber wer weiß, welche Form die Red Lions ohne ihr Aushängeschild auf die Bahn bringen. Der erste wichtige Prüfstein wartet eine Woche später mit der Aufgabe gegen die SK Eifelland Gilzem, die sich schon immer sehr gut zurechtgefunden haben im Kirchberger Hof. Gleich danach treten die Kirchberger beim Aufsteiger Wettenberg an. Nach einer weiteren Auswärtsfahrt nach Kamp-Lintfort wartet dann am fünften Spieltag das Rheinland-Pfalz Derby zuhause gegen die SK Münstermaifeld auf die KSG.
Das Auftaktprogramm stellt sich für die neu gebildete KSG als durchaus interessante Aufgabe heraus. Viel wird davon abhängen, wie die Kegler vom Wasserturm in die neue Saison finden.
Die zweite Mannschaft reist zu den KF Moseltal Wincheringen und hat dort ebenfalls direkt ein schwieriges Auswärtsspiel vor der Brust, ehe es am 2. Spieltag in der Baldenauhalle in Morbach gegen die KSG Idar-Oberstein geht.

Vorschau
1. Spieltag Bundesliga, Samstag, 29.08.2026, 13:00 Uhr SK Heiligenhaus 1 – KSG Kirchberg-Haardtkopf 1
1. Spieltag Rheinland-Pfalz Liga, Samstag, 29.08.2026, 14:00 Uhr KF Moseltal Wincheringen 1 – KSG Kirchberg-Haardtkopf 2

Gut Holz!

Mannschaftsführer Matthias Bender wirft mit uns einen Blick auf die neue Spielzeit:

Der TuS geht in sein zweites Jahr im Oberhaus – fühlt ihr euch angekommen?
Matthias Bender: „Nach dem Herzschlagfinale und Emotionen in Rösrath fühlen wir uns vor allem mental stärker. Die erste Saison hat uns alles abverlangt, doch das Ziel bleibt der Klassenerhalt. Jetzt gilt zu beweisen: Wir haben aus den Niederlagen des letzten Jahres unsere Lehren gezogen und können es einfach besser machen!“

Wie stehen eure Chancen auf den Klassenerhalt, was muss sich ändern im Vergleich zur vergangenen Saison?
Matthias Bender: „Wir müssen vor allem zu Hause unsere Qualitäten auf die Bahn bringen und dem Gegner keine Angriffsfläche bieten. Auswärts wissen wir hoffentlich unsere Stärken besser auszuspielen als letztes Jahr. Da war es häufig sehr knapp und vielleicht ist ein Fünkchen Glück dieses Mal eher auf unserer Seite.“

Ein Blick aufs Starterfeld der Bundesliga, wer spielt um den Titel – auf wen schießt ihr euch ein im Kampf um den Klassenerhalt?
Matthias Bender: „Der Titel wird wahrscheinlich wieder nur über Heiligenhaus oder Oberthal gehen. Doch auch Düsseldorf, Hüttersdorf und Gilzem haben starke Kader, die Ambitionen für mehr rechtfertigen. Im Abstiegskampf gilt: Die Aufsteiger und die Plätze 5-8 der Saison 2025/2026 sind die ärgsten Rivalen, mit denen wir uns messen müssen!“

Wie ist dein Gefühl, bist du zufrieden mit der Vorbereitung deiner Mannschaft? Wo steht ihr?
Matthias Bender: „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Obwohl einige Spieler eine größere Entfernung zurücklegen müssen, konnten alle viele Trainingskugeln absolvieren. Auch unser Youngster Lukas Martin hat mit viel Disziplin und Durchhaltevermögen einen großen Sprung machen können. Ich hoffe, dass wir auch mental gestärkt die Spiele vor allem auf der Heimbahn souveräner gestalten können. Wenn wir alles auf die Bahn bringen, was wir können, dann muss sich jeder Gegner für etwas Zählbares lang machen.“

Das erste Spiel führt euch zum Deutschen Meister SK Heiligenhaus. Wie im Vorjahr rollen also die ersten Kugeln der Saison bei den Red Lions, bei der Bundesliga Premiere gab es eine deutliche Klatsche. Wie blickst du auf den Start in die Saison und euer Auftaktprogramm?
Matthias Bender:Mit André hat Heiligenhaus seinen stärksten Spieler verabschiedet. Hier muss also durch den Nachwuchs aufgestockt werden. Natürlich sind sie immer noch extrem heimstark, aber vielleicht gelingt uns ja die Sensation. Gegen Gilzem geben wir dann alles, um drei Punkte im Hunsrück zu halten und beim Aufsteiger in Wettenberg werden wir erstmals nicht als „Neuling der Liga“ in der Fremde aufschlagen und hoffen auf eine erfolgreiche Premiere im Bürgerhaus Wißmar. Das Startprogramm ist herausfordernd, aber bietet auch Chancen, die Saison früh in eine gute Richtung zu lenken.“

Hast du persönliche Ziele für die kommende Saison?
Matthias Bender: „Ich persönlich möchte endlich mal eine Saison ohne Totalausfall auf der Heimbahn überstehen. Das Minimalziel soll ein 900 Holz Schnitt auf der Heimbahn sein. Aber natürlich möchte ich auch auswärts an die gute Vorsaison anknüpfen!“

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