1. Spieltag 26-27, Fehlstart in Heiligenhaus

SK Heiligenhaus - KSG Kirchberg-Haardtkopf

Schwerer Saisonstart unter neuer Flagge

Zum Auftakt der neuen Erstliga-Saison reiste die frisch formierte Spielgemeinschaft KSG Kirchberg-Haardtkopf zu den „Red Lions“ nach Heiligenhaus. Dass die Trauben auf den schwierigen Bahnen des amtierenden Deutschen Meisters extrem hoch hängen würden, war im Lager der Hunsrücker bereits im Vorfeld bekannt. Einen Hauch Sensation hatte man aber trotzdem im Hinterkopf. Am Ende musste Kirchberg die Überlegenheit der Hausherren aber neidlos anerkennen: Mit einer klaren 0:3-Niederlage und ohne Zusatzpunkt im Gepäck trat die KSG die Heimreise an.

Wie schon in der Vorsaison hieß Kirchbergs erster Gegner Heiligenhaus. Letztes Jahr setzte es beim Bundesliga-Debüt eine herbe Klatsche bei den Red Lions. Zu Beginn der neuen Spielzeit empfingen die Kegler aus Heiligenhaus die neue KSG in der Kegelhalle am Heljensbad als amtierender Deutscher Meister. Doch es hat sich was getan in den Reihen der Gastgeber: Mit André Laukmann verließ nach acht Jahren ein absoluter Ausnahmekönner den Verein – die Jugend soll es nun richten und so traf die KSG auf ein etwas verändertes Gesicht der roten Löwen.  

Im ersten Durchgang schickte die KSG Ferdinand Fuchss und Matthias Bender auf die Bahnen. Die Hausherren setzten direkt ihr Tafelsilber entgegen: Im neu formierten Startblock waren es Marcel Grote (911/11) und Marcel Schneimann (911/12) die mächtig auf die Tube drückten. Nach der ersten Bahn lag noch ein Hauch Sensation in der Luft, denn vor allem Bender legte los wie die Feuerwehr. Auch Fuchss kam ganz ordentlich aus den Startlöchern, konnte dem Auftakt aber nur wenig folgen lassen. Bender legte eine Vollbremsung hin und das nutzte der deutsche Meister sofort aus: Während Grote einen durchweg guten Durchgang zeigte, drehte Schneimann nach verhaltenem Start mächtig auf und katapultierte sich ebenfalls über 900 Holz. Nichts zu holen für Fuchss, der zu selten seinen Wurf fand und bei durchwachsenen 808/5 landete. Bender zeigte noch eine starke Schlussbahn, mit 828/8 konnte aber auch der Kapitän der KSG nicht zufrieden sein. Dadurch lagen die Kegler vom Wasserturm nach dem ersten Block bereits deutlich zurück.

Im Mittelblock schickten die Hunsrücker Lukas Martin und Falko Stockter aufs Parkett am Heljensbad. Martin kam gut in die Partie und zeigte einen starken Auftritt. Konzentriert, engagiert und ohne große Fehler machte die Nachwuchshoffnung die Tür für die Gäste ein kleines Stückchen auf. Das lag auch ein bisschen an den Gastgebern, die eine ungewohnt große Angriffsfläche boten. Bei Fynn Dellmann (769/4), der als 18-Jähriger sein Bundesliga Debüt feierte und Robin Holler (819/7) war noch ein bisschen Luft nach oben. Doch neben Martin, der sich Holler erst kurz vor Schluss mit 810/6 geschlagen geben musste, war bei Falko Stockter Sand im Getriebe. Einen gebrauchten Durchgang schloss der Kirchberger bei 762/3 ab – zu wenig um doch noch eine Wertung zu ergattern.

Vor dem Schussblock waren die Gastgeber in Sachen Gesamtholzzahl schon in sicheren Regionen unterwegs – doch in Sachen Zusatzpunkt schielten die Hunsrücker trotz bislang ernüchternder Ergebnisse noch ein kleines bisschen auf etwas Zählbares. Vier Wertungen waren schonmal eingetütet, die zwei Hürden der Gastgeber aus dem Mittelblock schienen erreichbar – und dann wäre noch ein bisschen Mithilfe der Hausherren nötig. Doch lange Rechnen brachte nichts: Die Hausherren machten ihre Hausaufgaben unaufgeregt und Kirchberg blieb auch im dritten Block zahnlos. Weder Andreas Martin noch Markus Adams fanden die richtige Einstellung zum Holz in Heiligenhaus. Martin fehlten bei 727/1 die Neuner, Adams streute einige Fehler zu viel ein und kam auf 748/2. Die Gastgeber gaben sich keine Blöße mehr: Raphael Kerkhoff (845/9) und der zweite Youngster der Red Lions Vincent Muschalik (858/10) spulten ihr Pensum trocken ab. Der Abstand zwischen beiden Teams wurde dadurch doch noch enorm deutlich und Kirchberg holte sich einmal mehr eine Klatsche in Heiligenhaus ab.

Fazit: Ein ernüchternder Auftakt für die KSG Kirchberg-Haardtkopf. Der deutsche Meister aus Heiligenhaus bot mehr Angriffsfläche als erwartet, doch Kirchberg agierte auf viel zu schwachem Niveau, um ernsthaft an was Zählbares zu glauben. Eine Niederlage in Heiligenhaus darf die Hunsrücker zwar nicht aus der Bahn werfen, über vergebene Möglichkeiten darf man sich trotzdem ärgern. Gerne hätte man den Hausherren einen heißen Tanz geboten, doch die Frühform scheint in Kirchberg noch nicht ganz gereift. Für die KSG gilt es nun, dieses Auswärtsspiel schnell abzuhaken, die gewonnenen Erkenntnisse mitzunehmen und den Blick direkt nach vorne zu richten. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am kommenden Spieltag im Kirchberger Hof gegen die SK Eifelland Gilzem 1. Bleibt zu hoffen, dass die Kegler vom TuS im eigenen Wohnzimmer besser in die Saison finden.

SK Heiligenhaus 1

KSG Kirchberg-Haardtkopf 1

Grote, Marcel

11

911

808

5

Bender, Matthias

Schneimann, Marcel

12

911

828

8

Fuchss, Ferdinand

Holler, Robin

7

819

810

6

Martin, Lukas

Dellmann, Fynn

4

769

762

3

Stockter, Falko

Kerkhoff, Raphael

9

845

727

1

Martin, Andreas

Muschalik, Vincent

10

858

748

2

Adams, Markus

3

53

5113

4683

25

0

Vorschau: Samstag, 05.09.2026, 13.00 Uhr TuS Kirchberg 1 – SK Eifelland Gilzem 1

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