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1. Spieltag (Rheinlandliga)
FSV Salmrohr
4
:
3
TuS Kirchberg
Daum (29.,36.,45.)

1. Mannschaft: TuS verliert Rheinlandliga-Debüt in letzter Sekunde

Am vergangenen Samstag startete der TuS endlich in die langersehnte erste Rheinlandligasaison der Vereinsgeschichte. Der Gegner zum Auftakt war der Rheinlandpokalsieger und DFB-Pokalteilnehmer aus Salmrohr. Der ehemalige Zweitligist beendete die letzte Saison auf dem 14. Tabellenplatz und hatte nur einen Punkt Vorsprung auf den Abstiegsplatz sechzehn. Auf Kirchberger Seite wollte man einen kühlen und dennoch fokussierten Kopf bewahren und, da der FSV unter der Woche gegen den Bezirksligisten FC Bitburg in die Verlängerung musste, die womöglich schnelleren Beine ausnutzen, um etwas Zählbares mit in den Hunsrück zu nehmen.

Die Partie begann rasant und sorgte bereits nach fünf Minuten für die erste Schrecksekunde für den TuS: einen verlängerten Ball schob Jakub Jarecki ins Gehäuse von Neuzugang Marc Reifenschneider ein, doch das Schiedsrichtergespann entschied korrekterweise auf Abseits. Auch in der Folge blieben die Hausherren gefährlicher, pressten früh und erschwerten das Kirchberger Aufbauspiel. In der sechzehnten Minute verhalf ihnen ebendieser hohe Druck zum Führungstreffer. Marco Unnerstall gewann den Ball dreißig Meter vor dem Kirchberger Kasten, lief allein auf diesen zu und ließ Reifenschneider keine Abwehrchance.

Nach der anfänglichen Druckphase und dem Gegentor begann dann jedoch die Erste, offensiv Gefahr auszustrahlen und defensiv kompakt zu arbeiten. Salmrohr kam in dieser Phase dank guter Defensivarbeit der Kirchberger zu keinen nennenswerten Abschlussmöglichkeiten und offenbarte in den eigenen Defensivreihen Lücken. Nach knapp einer halben Stunde nutze Kapitän Flo Daum eine solche und vollendete einen Steckpass eiskalt zum Ausgleich.

Zehn Minuten vor der Halbzeit ließ er sein zweites Tor folgen, nachdem Lukas Gohres ihn bedient hatte. Und nahezu mit dem Halbzeitpfiff gelang Daum sein drittes Tor zum lupenreinen Hattrick: Christopher Wild stoß nach einem Ballgewinn in die gegnerische Hälfte vor und legte Daum auf, welcher durch den Salmrohrer Strafraum spazierte, die komplette Abwehr dabei umkurvte und dann noch Torwart Tim Kieren bezwang. Mit der Führung ging es vor einigen per Fanbus mitgereisten Anhängern in die Katakomben.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur dahingehend, dass der TuS etwas weniger Torchancen kreierte als noch in der ersten Halbzeit, doch auch der FSV strahlte wenig Gefahr vor dem Kirchberger Tor aus. Einzig zwei in den Strafraum gebrachte Flanken brachten die TuS-Anhänger ins Schwitzen, doch Marc Reifenschneider im Tor fing einen in letzter Sekunde ab und parierte beim zweiten den Kopfball von Maximilian Düpre. Im direkten Gegenstoß hatte Flo Daum per von Jonas Heimer vorgelegtem Flugkopfball die Chance auf sein viertes Tor und damit wohl die Vorentscheidung, doch Kieren im Salmrohr-Tor rettete glänzend auf der Linie.

Stattdessen nahm das Unheil nun seinen Lauf: Tim Müller verletzte sich am Knie und musste ausgewechselt werden, dann folgte auch noch der Salmrohrer Doppelschlag. Erst fiel ein zweifelhafter Elfmeterpfiff, den Kapitän Michael Dingels souverän zum Anschlusstreffer zu nutzen wusste. Keine zwei Minuten später setzte sich der ohnehin schon starke Außenverteidiger Lucas Abend auf der Außenbahn durch, zog jedoch, statt wie einige Male zuvor, als er den Weg zur Grundlinie suchte, nach innen und schoss den Ball aus über zwanzig Metern unhaltbar in den Winkel. Es stand 3:3 nach einundachtzig Minuten.

Durch das intensive Spiel wurden die Kirchberger Beine nun etwas schwerfälliger und der FSV drang auf den Siegtreffer, kam jedoch bis in die Nachspielzeit zu keiner allzu gefährlichen Möglichkeit, außer einem Schuss von Marco Unnerstall aus spitzem Winkel, den Reifenschneider mit dem Fuß parieren konnte. Allerdings verletzte sich dann in Person von Christopher Wild der zweite Kirchberger Akteur, vier Minuten nachdem mit Jannik Auler der dritte Einwechselspieler das Feld betreten hatte und das Kontingent somit ausgeschöpft war. In Unterzahl flog in der einundneunzigsten Minute noch ein letzter hoher Freistoß über den Strafraum. Torsten Resch ging noch ein letztes Mal in eines seiner vielen Kopfballduelle des Nachmittags, wurde dabei am Kopf getroffen und blieb mit einer Platzwunde liegen. Der Schiedsrichter ließ weiterlaufen, bis sich neun Kirchberger einem Schuss von Maximilian Düpre geschlagen geben mussten, der aus dem Gewühl heraus aus vierzehn Metern an allen vorbei ins Netz flog.

Für einen erneuten Ausgleich fehlten dann die Zeit sowie die Spieler und so endete das erste Rheinlandligaspiel des TuS Kirchberg mit einer unnötigen und unglücklichen Niederlage gegen einen Gegner, der erst am Ende der Partie zu überzeugen wusste, dann jedoch gnadenlos zuschlug.

Wie schon im Test gegen die SG Meisenheim vor wenigen Wochen verliert der TuS auch sein erstes Punktspiel durch den vierten Gegentreffer in der Nachspielzeit. Trotz der herben Enttäuschung kann die Mannschaft auf das, was sie geleistet hat, stolz sein. Bis zum Elfmeter, der als Wendepunkt der Partie betrachtet werden kann, wurde konsequent und gut verteidigt, während der Torriecher in der Offensive pünktlich zum Saisonstart zurückgekehrt ist. Auf der anderen Seite muss zukünftig das kaum stattgefundene eigene Aufbauspiel wieder etabliert und in Schlussphasen wie der diesen eine Führung über die Zeit gebracht werden. Dazu kommt das Verletzungspech, dass uns zusätzlich aus der Bahn geworfen hat und hoffentlich zu keinen längeren Ausfällen führt.

Alles in allem macht dieses Debüt trotz des Ergebnisses Hoffnung für die kommende Aufgabe gegen den Vize-Meister der Vorsaison und Bezirksligameister von 2018 aus Ahrweiler. Damals unterlag der TuS in beiden Begegnungen (3:1 und 3:0) recht deutlich. Das soll nun, zwei Saisons später und eine Spielklasse höher, als Ansporn gelten, die ersten Punkte in der Rheinlandliga zu holen. Zum Premierenspiel auf dem heimischen Kunstrasen hoffen wir auf ein volles Haus und tatkräftige, lautstarke Unterstützung all unserer Anhänger. Anstoß ist am Sonntag, dem 11. August, um 15:00 Uhr.

Dem FSV Salmrohr wünschen wir ein gelungenes Spiel im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel und eine erfolgreiche Hinrunde.

Aufstellung:

Marc Reifenschneider – Christopher Wild, Hendrik Keßler, Tim Müller (77. Minute: Tim Reifenschneider), Lars Zirwes - Jakob Sievert (82. Minute: Jannik Auler), Artem Sagel, Torsten Resch, Alexander Singer (69. Minute: Jonas Heimer) – Lukas Gohres, Florian Daum

Hendrik Keßler

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