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16. Spieltag (Rheinlandliga)
FV Morbach
1
:
1
TuS Kirchberg
Daum (24.)

1. Mannschaft: TuS rettet sich gegen Morbach über die Zeit

Kurz vor Beginn der fünften Jahreszeit trat der TuS Kirchberg seine kürzeste Auswärtsfahrt zum Lokalrivalen SV Morbach an. Zuletzt sah man sich Anfang Juli bei einem Freundschaftsspiel auf dem Dickenschieder Sportfest, als sich die Elf vom Wasserturm mit 1:3 geschlagen geben musste. In einem Pflichtspiel begegneten sich die Kontrahenten einzig in der dritten Runde des Rheinlandpokals in der Saison 2013/14, als der TuS ebenfalls unterlag (0:2). Nachdem der SV in der letzten Rheinlandligasaison lange an der Tabellenspitze agierte, startete man eher holprig in die laufende Spielzeit. Mittlerweile hat sich der Gastgeber aber wieder in der Spitzengruppe festgesetzt und ist mit nunmehr sieben Spielen ohne Niederlage die Mannschaft der Stunde in der Rheinlandliga. Das einzige Team mit einer ähnlichen Bilanz in den letzten Partien ist das Team von Trainer Patrick Joerg, welches nach dem Kantersieg gegen Mülheim-Kärlich zwar mit Vorsicht, aber vor allem mit viel Selbstbewusstsein in die Begegnung mit den Morbachern gehen konnte. Dafür beließ es Joerg bei der gleichen Startelf im Vergleich zur Vorwoche.

Anders als noch gegen die SG 2000, begann der TuS hochkonzentriert und hielt den gastgebenden Sportverein fernab des eigenen Tores. Bald spielte die Erste auch mutiger auf und fand spielerische Lösungen gegen einen guten Gegner. Artem Sagel, der zu Beginn seiner fußballerischen Laufbahn im Herrenbereich beim SV aktiv war, scheiterte einmal per Fernschuss und ein weiteres Mal an einem etwas zu hastigen Abschluss vor Torwart Mathias Waehrisch. Generell waren die Gäste gefährlicher und hatten auf den Außenbahnen viel Platz zum Flanken. Nach vierundzwanzig Minuten spielte Tim Müller den in der Tiefe entgegenkommenden Nico Wilki halbhoch an. Dieser köpfte zurück auf Jonas Heimer, welcher direkt Flo Daum suchte. Beim Klärungsversuch rutschte Innenverteidiger Maximilian Hoffmann der Ball durch, sodass Daum allein vor Waehrisch auftauchte und eiskalt einschob.

Es folgten ausgeglichene zehn Minuten, in denen keine Mannschaft wirklich gefährlich vor des Gegners Tor kam. In der Schlussphase des ersten Durchgangs schaffte es die Kirchberger Mannschaft dann nicht mehr, Ruhe auszustrahlen und das Spieltempo zu bestimmen. So kam Morbach näher an Marc Reifenschneiders Kasten ran und wurde durch zwei Kopfbälle bei einer Ecke und einem Freistoß gefährlich, doch die Gäste hielten Stand und brachten die Führung in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel begannen die Rot-weißen druckvoll und drängten den TuS tief in die eigene Hälfte. Die erste Großchance blieb jedoch Daum vorenthalten, der mit einem Dropkick von der Strafraumgrenze das lange Eck anvisierte, dann jedoch im hechtenden Waehrisch bei dessen erstem Saisonspiel in der Rheinlandliga seinen Meister fand. Daraufhin kam der Tabellenvierte dem TuS-Tor näher und näher, scheiterten erst in Form eines Abschlusses von Jan Lukas Weber, dann aus kürzerer Distanz am aufmerksamen Reifenschneider. Kirchberg hatte zwischen Verteidigung und Mittelfeld zu große Abstände, während in der Offensive kaum ein Ball gegen nun spritziger wirkende Gegner behauptet werden konnte. Außerdem wurde nun fast jeder Ball nach vorne geschlagen, sodass kaum Entlastung möglich war, während der Sportverein einige Chancen liegen ließ.

Folgerichtig traf Maximilian Schemer eine viertel Stunde völlig verdient zum Ausgleich: Rechts an der Strafraumkante spielte Schemer Sebastian Schell am Sechzehner an, welcher per Lupfer den nach seinem Zuspiel eingestarteten Schemer wieder bediente. Die mustergültige Vorlage vollendete Schemer ebenfalls per Lupfer vor Reifenschneider, welcher herausgeeilt war. Hendrik Keßler konnte den Ball zum Schluss dann nicht mehr vor der Linie retten und traf nur das Innennetz. Es folgten Versuche von Maurice Wrusch und ein Freistoß von Schell, die beide nur knapp am Tor vorbei zischten. Brandgefährlich wurde es bei einem erneuten Abschluss von Schell, der aus vierzehn Metern in zentraler Position über den Querbalken schoss. Kirchberg konnte hingegen nur zwei Konter fahren, die nicht präzise genug ausgespielt werden konnten und so blieb es bei einem schlussendlich etwas glücklichen Unentschieden im Hunsrücker Duell.

Fazit:

Über eine Niederlage hätte sich im Kirchberger Lager kaum jemand beschweren können, da man die zweiten fünfundvierzig Minuten nur noch hinterherlief und einige brenzlige Situationen überstehen musste, ohne selbst wirklich gefährlich werden zu können. Zur gesamten Wahrheit gehört andererseits aber auch, dass die Leistung der ersten Halbzeit sicherlich einen Punktgewinn verdient hatte. Der SV konnte seine Leistung jedoch steigern, wovon sich die Kirchberger Elf hat beeindrucken lassen. In Zukunft muss darauf geachtet werden, die Grundprinzipien des eigenen Spiels bis zum Schluss einer Partie im Blick zu behalten und sich nicht das Spiel des Gegners aufdrücken zu lassen. Ein Wehmutstropfen ist die verletzungsbedingte Auswechslung von Lars Zirwes, der nach vierzig Minuten vom Feld musste und Platz für den zweiten Ex-Morbacher Daniel Kühn machte. Auf der anderen Seite feierte Torsten Resch nach neun verpassten Spielen sein Comeback auf dem Spielfeld.

Der nächste Gegner am letzten Hinrunden-Spieltag auf heimischem Kunstrasen heißt SG Malberg. Die SG ist ebenfalls gut drauf und feierte in den letzten fünf Spielen drei Siege, zuletzt gegen die SG Altenkirchen. Mit einem Sieg kann der TuS die Westerwälder überholen und Platz acht in der Tabelle einnehmen. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung und ein erfolgreiches Spiel!

Aufstellung:

M. Reifenschneider, J. Heimer, T. Reifenschneider, F. Daum, H. Keßler, A. Sagel (78. Minute: T. Resch), F. Brunk, N. Wilki (68. Minute: A. Stürz), T. Müller, S. Özer, L. Zirwes (40. Minute: D. Kühn)

Hendrik Keßler

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