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10. Spieltag (Rheinlandliga)
TuS Kirchberg
4
:
1
SG Ellscheid
Özer (30., 51., 74.), Daum (60.)

1. Mannschaft: Süleyman Özer schießt TuS Kirchberg auf Platz fünfzehn

Nach dem Sieg am Samstag gegen die SG Altenkirchen (2:1), stand am Dienstagabend mit dem Nachholspiel gegen die SG Ellscheid das nächste Heimspiel gegen einen direkten Konkurrenten an. Die Gäste aus der Vulkaneifel warten seit dem 4:2-Heimerfolg gegen den TuS Mayen am 18. September auf einen Sieg, haben aber mit dem 2:2 nach 0:2-Führung gegen Tabellenprimus Emmelshausen aufhorchen lassen. Mit neun Punkten aus elf Spielen stecken beide Mannschaften seit einigen Spieltagen im Tabellenkeller, wodurch ein Sieg im direkten Duell doppelt wichtig sein würde. Der TuS veränderte die Startformation im Vergleich zum Samstag auf drei Positionen: Für Tim Jakobs hütete Marc Reifenschneider das Tor, die verhinderten Jonas Heimer und Roman Bär wurden durch Daniel Kühn und Fabian Brunk ersetzt.

Bei starkem Regen und Flutlicht begann die SG mit viel Ballbesitz, während der TuS einige Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte verzeichnen und mit Umschaltmomenten für Gefahr sorgen konnte. Die erste Chance hatte Süley Özer nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Flo Daum, der Abschluss war jedoch noch zu zentral. Die Kombination Daum-Özer sollte in der Folge noch eine große Rolle spielen. Doch zunächst kamen die Kombinierten bei einer Ecke zum ersten Mal gefährlich vor das Tor, der Abschluss konnte aber geblockt werden. Kurz darauf musste Torwart Marc Reifenschneider das erste Mal eingreifen, als er eine flache Hereingabe vor Stürmer Sebastian Dax abfing. Nach vierundzwanzig Minuten wurde Özer mit einem starken Schnittstellenpass von Fabian Brunk, der bei seinem ersten Einsatz in dieser Saison direkt von Beginn an spielen durfte, bedient und lief allein auf Stefan Diedrich im Ellscheider Tor zu. Da er beim Abschluss zu lange zögerte, rettete Kapitän Thomas Schweisel mit einer mustergültigen Grätsche in höchster Not. Drei Minuten später behauptete Tim Müller sich gegen drei Gegner und spielte einen Doppelpass mit Daum. Sein anschließendes Tor wurde zu Unrecht aufgrund von Abseits aberkannt, doch die Proteste hielten sich ob der knappen Entscheidung in Grenzen. Weitere drei Minuten später erlöste Özer die zweihundertfünfzig Zuschauer dann endlich: Nachdem sich der TuS über einige Stationen hinten befreien konnte, schickte Brunk diesmal Jannik Auler mit einem Steilpass, der diesen scharf vor das Tor brachte. Die Hereingabe konnte Daum im Getümmel verwerten, scheiterte aber am auf der Linie stehenden Jan Fritz. Özer hatte im Nachschuss mehr Glück und traf ins kurze Eck zur Führung.

Wieder einmal dauerte es nach dem ersten Kirchberger Treffer nicht lange, bis der Ausgleich fiel. Exakt einhundertfünfzehn Sekunden waren diesmal vergangen, da zappelte das Netz auf der anderen Seite. Mit dem ersten Angriff nach dem Rückstand kamen die Vulkaneifler zurück, nachdem Tim Müllers Klärungsversuch nach einer Flanke bei Markus Boos landete, dieser den Ball mit dem Oberschenkel annahm und ihn mit dem zweiten Kontakt per Dropkick in den Winkel wuchtete. Reifenschneider im Kasten war zwar noch dran, konnte das Gegentor aber nicht mehr verhindern. Mit dem Treffer zum 1:1 begann die beste Phase der Gäste, weil die Heimelf, um die schnelle erneute Führung bemüht, zu hektisch wurde und zu viele frühe Ballverluste hinnehmen musste. Tatsächlich wurde es auch noch einmal brenzlig, als der Ball nach einer Ecke per Kopfball an den Pfosten des Kirchberger Tores flog und der Nachschuss über der Linie gewesen sein könnte, bevor Reifenschneider den Spielball sichern konnte. Doch auch hier entschied sich der Schiedsrichter gegen den Torpfiff, und auch hier hielten sich die Proteste in Grenzen.

Nachdem die Elf vom Wasserturm zum Ende der ersten Halbzeit schwankte, kam sie wieder erstarkt und zielstrebiger aus der Kabine. Nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff lief Müller nach einem geduldigen Spielaufbau an und bediente per Steckpass Flo Daum, welcher im Strafraum auf den der Abwehr ebenfalls enteilten Özer querlegte und dieser zu seinem zweiten Tor einschob. In der Folge scheiterten Hendrik Keßler (53. Minute) und Jannik Auler (55. Minute) mit hochkarätigen Chancen, ehe Daum auf 3:1 erhöhte: Jan Fritz köpfte einen von Tim Reifenschneider nach vorne geschlagenen Ball genau auf Artem Sagel, der direkt Özer schickte, welcher hinter die Abwehrkette startete. Da diese kollektiv stehenblieb, hatte Özer keinen Druck und legte auf Daum quer, der das Zusammenspiel dieser beiden erneut in ein Tor ummünzte.

In der einundsiebzigsten Minute folgte der erste Torschuss der SG Ellscheid in Durchgang zwei, doch auch dieser landete fast im Tor der Kirchberger: Ein Freistoß landete auf dem Kopf des eingewechselten Alija Asotic. Dessen Kopfball konnte von Marc Reifenschneider noch an den Pfosten gelenkt werden, dann klärte Keßler vor dem anrauschenden Sebastian Dax. Özers drittes Tor fiel dann etwa eine halbe Stunde vor Schluss, nachdem Fritz eine Flanke von Daum nur in die Mitte klären konnte, wo Özer angerauscht kam und aus sechzehn Metern mit dem Außenrist das lange Eck fand. Nun glaubte wohl auch bei den Gästen niemand mehr daran, etwas aus dem Hunsrück entführen zu können. Stattdessen hätte Tim Müller das Ergebnis sogar noch in die Höhe schrauben können, scheiterte aber an Diedrich (77. Minute). Da die SG zu keiner Möglichkeit mehr kam, gewann der TuS auch in der Höhe verdient, nach einem Dreierpack von Süley Özer, mit 4:1.

Fazit:

Mit dem zweiten Erfolg innerhalb vier Tage wurden die Punkte verdoppelt und der Anschluss an das Tabellenmittelfeld gehalten. Anders als noch am Samstag hat die Erste in diesem Spiel endlich Chancen in Tore umwandeln und so früher für die Entscheidung sorgen können. Überragender Mann dabei war Süley Özer, der seinen ersten Dreierpack im Kirchberger Dress feiern durfte. Defensiv hat man wieder wenige Möglichkeiten zugelassen, auch wenn man erneut durch den ersten Abschluss des Gegners ein Gegentor hinnehmen musste. Dadurch hat die Mannschaft von Patrick Joerg auch im zwölften Spiel dieser Saison mindestens ein Gegentor gefangen. Diese Negativserie gilt es am Sonntag beim SV Mehring endlich zu beenden und mit einem Sieg in der Tabelle an dem ehemaligen Oberligisten vorbeizuziehen.

Aufstellung:

Reifenschneider, D. Kühn (83. Minute: F. Paul), T. Müller, H. Keßler, T. Reifenschneider, L. Zirwes, F. Brunk, A. Sagel, S.Özer (88. Minute: A. Stürz), J. Auler (76. Minute: J. Rieder), F. Daum

Hendrik Keßler

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